Ein Winter wie damals…

Im Winter 2015 wanderte ich in die Schweiz aus und fühlte mich von Anfang an wie zuhause. Gleichzeitig wurde die Idee zur Home before Christmas – Tour geboren, wo ich mit dem Rad so schnell wie möglich von Bern nach Graz gefahren bin, um Weihnachten in Österreich bei meiner Familie zu feiern.
Hierfür radelte ich 67 Stunden 37 Minuten und 47 Sekunden von der Zytglogge in Bern bis zu meiner elterlichen Haustüre in Kumberg. Insgesamt legte ich hierfür 840,48 Kilometer in winterlichen Temperaturen, bei Tag und Nacht zurück. Gleichzeitig versorgte mich selbstständig mit den notwendigen Kalorien, navigierte, missnavigierte und erzeugte mittels Radnarbendynamo  den nötigen Strom für das Licht in der Nacht. Mit insgesamt knapp 20kg Gesamtgewicht am Fahrrad schaffte ich es bis zur alten Heimat und war heilfroh dort gesund und „munter“ – nach nur 6 Stunden Schlaf und einigen Powernaps – anzukommen.

HbC Beitragsbild
Da ich in den darauffolgenden Sommern etwas weniger Zeit in das Radfahren investieren konnte, ist es nun wieder an der Zeit, dass mein Körper zum Beast wird.
Auf der As high as possible – Tour war ich unter anderem fast ein Monat mit dem Kajak unterwegs, bei der Hungergames Austria Edition war ich zu Fuß unterwegs und eine Operation im Jänner 2017 machten mir ein langfristiges Ultra-Distanz-Training am Renn-/Triathlonrad unmöglich.
Gleichzeitig hat der Zahn der Zeit mein wintertaugliches Rennrad seit 2012 und mehr als 30.000 Straßenkilometern in 40 europäischen Ländern schon sehr mitgenommen. Es war also an der Zeit für ein neues Rennrad.

Glücklich vereint

Glücklich vereint

Dieses neue Familienmitglied trägt den Namen Beast. Ein Giant Propel, welches nun in mühevoller und liebevoller Handarbeit zum perfekten Ultra-Distanz-Selbstbetreuungs-Rennrad umgebaut werden sollte. Ich möchte es mir so einfach wie möglich machen, bei jeder Wettersituation und zu jeder Jahreszeit auf dem Rennrad überall hinfahren zu können, ohne dabei von jemandem betreut werden zu müssen.
Dies wird einige Monate bis Jahre in Anspruch nehmen – aber ich halte euch auf dem Laufenden!
Erstmals werde ich dieses schöne Stück Carbon namens Beast auf Herz und Nieren prüfen und eventuell schon die Weihnachtsfeiertage für die erste längere Tour ausnutzen. Mindestens doppelt so kreativ und doppelt so anstrengend – denn ich werde selber wieder zum Beast!

So sehen Schweizer Bushaltestellen aus...

So sehen Schweizer Bushaltestellen aus…

 

Copyright Grafik: Falk van Schneider

Written by: christian

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