Nach 100 Tagen voller Höhen und Tiefen bei meiner „As high as possible – Tour“ kehrte ich mit all diesen Erinnerungen und Errungenschaften nach Österreich zurück und machte einen folgenschweren Fehler… Ich berichtete meinen Freunden stolz davon, dass mich nun in Europa nichts mehr überraschen könnte und ich somit jeder Herausforderung gewachsen sei. Dies war die Geburtsstunde der sportlichen Herausforderung für den Sommer 2017 – eine Survivaltour ohne jegliche Hilfsmittel quer durch Österreich. Ohne Geld, ohne Essen, ohne Unterschlupf ohne Fahrrad – aber dafür mit Otto Oberegger, der mich mit seinem Slogan: „Otto – Alles ist möglich!“ nochmals von der Idee dieser Tour überzeugte.

Christian Graber und Otto Oberegger auf ihrer Tour von A nach B

Otto Oberegger – mein langjähriger Freund aus Uni-Zeiten

Ich bin nun mit dem Fahrrad seit 2010 durch insgesamt 42 Länder Europas gereist. Meine erste – wenn auch sehr kurze – Tour war dabei das „Learning-by-doing-Highlight“, da ich damals wie heute davon überzeugt bin, dass man am besten aus Fehlern lernt. Daher fiel mein Hauptaugenmerk bei meinen bisherigen Touren auf die Durchführung und nicht die Planung dieser Rad- und Kajaktouren. Mein Körper wurde von Mal zu Mal stärker, mein Durchhaltevermögen wuchs mit jeder Herausforderung und meine Ausrüstung wurde stetig optimiert. Durch mein Diätologie-Studium wuchs natürlich auch das Wissen über die Ernährung – was für mich den Durchbruch in puncto Ausdauer bedeutete.
Auf Europas (Wasser-)Straßen ist man immer sicher unterwegs (Ausnahme: Georgien). Sollte etwas nicht nach Plan verlaufen, so hat man dort immer die Möglichkeit auf Hilfe von außen zu vertrauen. Doch nun gilt es genau diesen „unsichtbaren Schutzmantel“ Europas abzulegen.

Eine Tour von A nach B

© Falk van Schneider

© Falk van Schneider

Nomen est Omen auf dieser Survival-Tour. Es geht ums Überleben und darum von A nach B zu gelangen. Doch wo soll man starten und vor allem – wo befindet sich das Ziel? Das sind Fragen über die wir uns nicht den Kopf zerbrechen wollten und daher werdet IHR bestimmen wo es langgehen soll. Zwei Dartpfeile sollen auf eine Österreich-Karte geworfen werden und markieren den Start- und den Zielpunkt. Da diese Tour aufgrund der Rahmenbedingungen (zwei Wochen Urlaub im Juli 2017) nicht zu kurz und nicht zu lang dauern darf, muss der zweite Dartpfeil im Umkreis von 200 bis 300 Kilometern landen. Zwei Dartpfeile, zwei Wochen, zwei Freunde.

Ganz ohne Ausrüstung – wie oben erwähnt – wird es dennoch nicht. Da wir nicht nackt starten dürfen und wollen, werden wir alles dabeihaben, was man auf einer Eintageswanderung mitnimmt. Doch auch hier habt IHR Mitspracherecht, was dabei sein wird.
Zelt, Schlafsack, Supermärkte und andere Vorzüge der Neuzeit sind jedoch ausdrücklich verboten. Man kann zwar mehrere Wochen ohne Nahrung überleben, jedoch nicht, wenn man den ganzen Tag in Bewegung ist und abends einen Unterschlupf bauen muss. Daher müssen wir von dem Leben, was uns die Natur an Kalorien bescheren kann und was rücksichtslos in den Mülleimern an der Straße landet.

Wie plant man das Planlose?

Wir können uns derzeit noch nicht auf die tatsächliche Strecke vorbereiten, da die Dartpfeile erst im Frühjahr oder Sommer 2017 geworfen werden. Daher ist derzeit das wichtigste mein geliebtes „Situationstraining“. Da wir nur im äußersten Notfall auf Europas „Schutzmantel“ zurückgreifen würden, sind wir auf uns allein gestellt und müssen den Naturgewalten trotzen. Von nun an gilt es Erfahrung zu sammeln, Infos aus Büchern und dem Internet zu saugen und sich auf diese TorTOUR vorzubereiten.

Grafisch unterstützt mich dabei von Falk van Schneider – vielen Dank nochmal für das gelungene Logo der neuen Tour!

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Oberegger und Graber – Hirn trifft Verstand 😀 © Christina Sudi

Written by: christian

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