Christian Graber – „Wo ein Weg ist, da ist auch ein Ziel!“

Im Jahre 1991 in der Steiermark geboren, schrie ich kurz nach der Geburt, um endlich meine neunmonatige Diät ohne feste Nahrung zu beenden. Vom Fruchtwasser zur Muttermilch – meine erste Ernährungsumstellung – und das schon in dem Alter!

Etwas übertrieben dargestellt, aber dennoch geht es jedem Menschen gleich. Wir müssen alle etwas essen, damit wir gesund, munter und leistungsfähig bleiben. Je genauer man Bescheid weiß, desto mehr kann man bei seiner Ernährung richtigmachen. Genau dies war mein Grundgedanke, als ich im Jahre 2012 die ersten Lektionen meines Diätologie-Studiums lernte.

Davor wollte ich mit meiner Ausbildung in der Bundes-Handelsakademie in Weiz Fuß im Finanzwesen fassen, um dort meine Brötchen zu verdienen. Doch irgendwann wurde mir klar, dass mir die Brötchen wichtiger zu sein scheinen, als das Verdienen selbst. Mit damals 21 Jahren Berufserfahrung im Essen und keinerlei Vorbildung hinsichtlich Ernährung stürzte ich mich kopfüber in dieses Abenteuer. Nach drei Jahren Studienzeit an der FH JOANNEUM Bad Gleichenberg durfte ich mich offiziell Diätologe nennen.
Weit mehr als nur die ominöse „gesunde Ernährung“ wurde in dieser Ausbildung thematisiert. Sämtliche ernährungsbedingte Erkrankungen und andere Krankheiten, die durch Ernährung therapiert werden können, waren Teil des Studiums – was auch der Grund dafür ist, dass DiätologInnen die einzige Berufsgruppe in Österreich sind, die auch kranke Personen beraten dürfen. Gleichzeitig konnte das Gelernte in monatelangen Praktika gefestigt werden, was meiner Meinung nach ein Herzstück unserer Ausbildung ist (ja… während des Studiums dachte ich noch etwas anders darüber).

Christian Graber Sporternährung

„Dass wir nur knapp 10% unseres Gehirnes aktiv benutzen ist mittlerweile bekannt, aber dass wir auch nur knapp 10% unserer körperlichen Leistungsfähigkeit benutzen, ist neu…“

Neben all diesen Einblicken ins Berufsfeld und dem Unterricht an der Universität fand ich dennoch genügend Zeit, um meine kurz vor dem Studium entdeckte Leidenschaft erfolgreich in den Alltag zu integrieren – das Rennradfahren und das Rennradreisen. So konnte ich mit dem Rennrad samt Anhänger von Radicaldesign in meinen Semester-, Oster- und Winterferien insgesamt 40 Länder Europas durchqueren.

Die Herausforderungen während dieser Reisen konnte ich von Mal zu Mal besser mit den gelernten Inhalten des Diätologie-Studiums verknüpfen und so konnte ich meinen Körper auch bei solch langen und anstrengenden Reisen bestens mit allen Nährstoffen durch meine angepasste Ernährung versorgen. Den bedeutendsten Schritt in meiner gesamten Karriere kann ich auf das Frühjahr 2015 datieren, wo ich eine Bewerbung für eines meiner letzten Praktika an die nutriteam gmbh in Bern schrieb.
Ich durfte daraufhin einen Monat in der Schweiz praktizieren, womit der österreichische Rohdiamant fertig geschliffen wurde. Kurz darauf durfte ich mich Bachelor of Science nennen und nach der Ernte der Bio-Äpfel von der elterlichen Landwirtschaft Eltern im Herbst 2015 hieß es für mich meine steirische Heimat zu verlassen. Ab nun durfte ich mich stolz Teil der nutriteam gmbh nennen, und gleichzeitig begann ich meine sportliche Leidenschaft in ein berufliches Gesamtkonzept zu integrieren. Essen, bewegen, entspannen ist der Slogan dieses Unternehmens – und das nahm ich mir zu Herzen.

Otto Oberegger und Christian Graber – die beiden Draufgänger; © Foto: Christina Sudi; © Grafik: Falk van Schneider

Genau diesen Lebensstil pflege ich seither bis zur Perfektion, und ich darf nun mein Wissen über die Ernährung den größten Teil des Jahres in der Schweiz nach außen tragen. Gleichzeitig arbeite ich freiberuflich außerhalb der Schweiz, wobei ich mittels Präsentationen und Beratungen den einfachsten Weg zu einer gesunden Ernährung aufzeige. Dies ist eine wundervolle Grundlage für ein ausgeglichenes Leben – denn eines haben wir alle gemeinsam: wir müssen essen!

Meine neue Tour namens – HUNGERGAMES AUSTRIA EDITION – beinhaltet unterschiedlichste Aspekte unseres täglichen Lebens. Der „unsichtbare Schutzmantel“ der Zivilisation wird beinahe gänzlich abgelegt und ich werde auf mich allein gestellt sein. Nicht ganz – denn Otto Oberegger wird mich bei dieser Herausforderung begleiten – wir sind also gemeinsam auf uns allein gestellt.
Ein hunderte Kilometer langer Marsch – querfeldein durch Österreich. Ohne Schlafsack, ohne Zelt, ohne Isomatte, ohne Essen und ohne Geld. So könnte man die Eckdaten der Hungergames Austria Edition beschreiben. Alle notwendigen Kalorien werden dafür aus der uns umgebenden Natur und aus Mülleimern bezogen. Da Lebensmittel in den Mund und nicht in den Müll gehören, hoffe ich dennoch nicht allzu viel im Müll finden zu müssen. Den täglichen Unterschlupf müssen wir uns selbst aus den Umgebungsmaterialien bauen und den Wetterbedingungen trotzen.
Uns erwartet also ein tagelanger Fußmarsch im Juli ohne jegliche Hilfsmittel – dafür aber mit großem Hunger, vielen Herausforderungen und viel Zeit mit einem guten Freund, der genau das gleiche durchleben muss, wie ich. Damit es spannend bleibt, werden unsere Fans bestimmen, wohin uns unsere Tour führen wird. Dafür werden am 10. Juni 2017 beim Grazathlon zwei Auserwählte mit je einem Dartpfeil auf eine Österreichkarte werfen und damit Start- und Zielpunkt für die Tour punktgenau bestimmen. Es bleibt spannend….

Written by: christian

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  1. Geile Idee - die Hungergames - sicher erst-und bis jetzt ein-malig auf unserer Erdkugel... Solltet ihr bei uns vorbeikommen, kriegts beide eine fette Leberkässemmel oder ich fahr mit euch schnell zum Meki (ist diätologisch doch korrekt, oder ?) ;-) Viel Energie für euer Abenteuer!

    • Danke dir vielmals Wolfi! Und danke für das Angebot, aber das dürften wir nicht mal annehmen!